Mit Freunden in Japan auf Reise – Teil 3/4 (Karatsu und Nagasaki auf Kyūshū)

An sich wurde in Shikoku schon genug für einen Urlaub erlebt! Aber der Wagen – der rollt. Also die Reise ging noch weiter. Per Shinkansen-Schnellzug düsten wir in die Stadt Fukuoka nach Kyūshū. Dort angekommen stiegen wir direkt in einen Leihwagen und machten uns auf den Weg Richtung Westen in die Saga-Präfektur. Dort findet man die Wurzeln der japanischen Keramik Töpferei. An den Ortschaften Karatsu und Arita (besonders Okawachiyama) wurde uns jede Menge Keramikware vorgestellt. Was die Kunstwerke angeht, waren wieder meine Freunde die Weichensteller. Jedenfalls hatten in dieser Landesecke einst koreanische Töpfer Ihre Handwerkskunst mit eingebracht und noch bis heute ist es dort eine Spezialität.

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Da wir auch wieder nah am Meer vorbeikamen, war es einfach einen morgendlichen Fischmarkt zu besuchen. In Yobuku mag man besonders die Calamari Tintenfische und am Hafengelände hängen die Kopffüßler Reihenweise zum Trocknen an der Leine. Der Fischmarkt selbst ist gut überschaubar und an unserem Besuchstag betreuten auffällig viele ältere Leute die Verkaufsstände. Wie immer war es eine freundliche Stimmung und wir wurden sogar ab und an eingeladen davon zu naschen 🙂

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Unsere letzte Station auf Kyūshū war dann die Stadt Nagasaki. Eigentlich kein so großer Ort in Japan, geschichtlich gesehen aber von besonderer Bedeutung. Noch bis heute ist der einstige europäische Einfluss (besonders der Portugiesen und Holländer) im Stadtbild zu erkennen. Jede Menge christliche Kirchen, der ehemalige Holländische Handelsposten Dejima oder eine Residenzanlage (Clover Parc) können zum Beispiel besucht werden. Auch ein Chinatown kann man durchstreifen. Nagasaki ist für Japaner als Tor zur Außenwelt bekannt, es war nämlich Jahrhundertelang die einzige Verbindung in Zeiten seiner Abschottung (Anfang 17 Jh.). So sind übrigens auch einige Kulinarische Spezialitäten in Japan gelandet (Tempura = Frittiertes oder Pan = Brot).

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Die Einflussreiche Hafenstadt hatte dann auch besondere Attraktivität als Marinestützpunkt und schließlich besonders traurige Bekanntheit wegen dem Abwurf der Uran-Atombombe „Fat Boy“. Das geschah drei Tage nach dem Abwurf der Plutonium-Atombombe „Little Boy“ über Hiroshima. Die heutigen Gedenkstätten samt Museum haben es richtig in sich. Die im Museum aufgezeigten Fakten zu militärischen Nukleartests bis in die heutige Zeit lassen die Gänsehaut sogar noch länger wirken. Als ob die Atomkraft nicht schon ohne Militär schwierig zu beherrschen sei.

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kyushu
Die Reisestationen auf Kyushu
Veröffentlicht in Reise

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