Kulinarisches_028: Somen

Die Nudelvielfalt war eine der Überraschungen für mich in Japan. Bis dahin kannte ich vor allem die italienische Pasta oder Bandnudeln und sowas wie Spätzle waren dann schon eine Art Sonderedition von regionalem Stolz. Und klar, den Badnern sind es die Knöpfle 😉 Nur da hatte ich noch keine Vorstellung von den Nudelsorten in Japan: Zum Beispiel den Soba, Udon oder Ramen. Und das ist noch lange nicht alles an Nudelgezwirbel hier. Ein weiteres Beispiel aus der Reihe der japanischen Teigwaren sind Somen. Das sind ganz dünne und feine Weizennudeln, die man nach kurzer Garzeit schon servieren kann. Eine beliebte Variante mit den Nudeln ist zum Beispiel ein Salat mit Mayonnaise Dressing:

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Japanischer Nudelsalat mit Somen gemäß dem Kochbuch „Harumis japanische Küche“

Auf der Hauptsinsel Shikoku in der Stadt Matsuyama sind diese Nudeln eine der Spezialitäten: Die Goshiki Somen (5-farbige-Somen). Dort sind die Nudeln mit fünf verschieden natürlichen Farbmitteln koloriert: gelb (Eigelb), rot (Ume / Aprikose), grün (Matcha / Grünem Teepulver), braun (Buchweizen Puder) und dem natürlichen weiß.

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In einem der Restaurants war mir mit Freunden das Vergnügen gegönnt und uns wurde Gutes aufgetischt. Schon bevor man im Restaurant Goshiki am Tisch Platz nimmt, kommt man an den Souvenirpacketen und einem Nudelvorhang im Eingangsbereich vorbei. Als ob man einen Nudelpalast besucht. Eines der Empfehlungen war eine Suppe mit den farbigen Somen, zusammen mit Teilen einer Seebrasse.

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Matsuyama bietet übrigens außer seinen Spezialitäten im Kulinarischen Bereich auch noch ein paar weitere Besonderheiten. Bei einem Stadtbummel wurden wir zum Beispiel von einer Lok überrascht 🙂

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Oder Wem der Anime Zeichner Hayao Miyazaki (Studio Ghibli) ein Begriff ist, kennt vielleicht die Badeanstalt aus dem Oskar prämierten Film „Chihiros Reise ins Zauberland“. Der Dōgo-Onsen aus Matsuyama hat den Zeichner Hayao Miyazaki wohl dabei inspiriert. Das dreistöckige Holzgebäude ist eines der ältesten heissen Quellen Japans und es ist nicht nur für Touristen ein Anziehungspunkt. Auch den Japanern gilt diese Badeanstalt als Pilgerort. Als wir dort einkehrten, konnten wir zwar keine Somen bestellen, dafür wurden aber Tee und Kekse großzügig verteilt 🙂

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Der Dogo Onsen in Matsuyama

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